Situation in Rumänien

Seit rund 30 Jahren kämpft Rumänien mit einer Hundeplage. In der Hauptstadt Bukarest liess der ehemalige Staatschef Ceausescu damals die Altstadt und angrenzende Wohnviertel abreissen. Viele Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Für ihre vierbeinigen Mitbewohner war in den Neubauten kein Platz. Sie landeten auf der Strasse und wurden von der Regierung z.T. brutal abgeschlachtet. Obwohl das Töten dieser Hunde heute illegal ist, wird die Zahl der herrenlosen Tiere noch immer auf 40‘000 geschätzt.

 

Die Stiftung «VIER PFOTEN» setzt sich seit vielen Jahren mit diversen Massnahmen für die Streuner in Rumänien ein und hat bisher über 110‘000 Hunde kastriert, um die wildlebende Population zu stoppen. Ziel der Stiftung ist nicht, die herrenlosen Tiere in die Schweiz zu holen, sondern vor Ort das Problem einzudämmen. 

 


Das Projekt DOgs for People

2004 wurde von «VIER PFOTEN» das Projekt DOGS FOR PEOPLE in Rumänien ins Leben gerufen. Dabei werden Streunerhunde von Experten trainiert und zu Therapie- und Rettungshunden ausgebildet. Das Ziel dieses Projektes ist, einerseits die öffentliche Meinung in Rumänien in Bezug auf Streuner zu verändern, indem man zeigt, wie wertvoll diese Tiere für die Gesellschaft sein können und gleichzeitig den Hunden ein besseres Leben zu ermöglichen sowie Kindern und Jugendlichen mit geistigen und physischen Beeinträchtigungen zu helfen.

 

Viele Streunerhunde eignen sich hervorragend als Therapiehunde. Ihre Eigenschaften wie Sensibilität, Verlässlichkeit und beeindruckendes Durchhaltevermögen machen sie zu ausgezeichneten Therapie- und Rettungshunden. Die Arbeit mit diesen Tieren erfordert ein umsichtiges und regelmässiges Training durch professionell geschulte Hundetrainer sowie ein passendes Umfeld und spezielles Equipment. Das «Dogs for People» Team schloss das Training innerhalb kürzester Zeit ab. Alle Hunde erfüllen die internationalen Anforderungen an Therapiehunde und bestanden die nationale Prüfung zum Begleithund. Sie sind gut gerüstet für ihr neues Leben als Therapiehunde.